Datenschutz Erklärung

Allgemeine Hinweise

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Der Manu – Kurzinfo

Der Kölner Singer-Songwriter “Der Manu” bringt mit seinen unpeinlichen deutschen Texten sein Publikum zum Lachen, und auch manchmal zum Weinen. Seine Lieder bewegen sind irgendwo zwischen Humor, Zynismus und Melancholie angesiedelt und seine Worte sind manchmal hart, manchmal provokant, aber immer authentisch. Wer sich traut, wird mit unkitschigem Akustik-Pop mit rockigen Einflüssen belohnt – plus Ansagen und Anekdoten, die seine Punk-Rock-Attitüde nur schwer leugnen können.

Die Zeugen Jehovas vs die Mafia

Wie bei vielen anderen Bürgern auch, haben die Zeugen Jehovas schon mehrfach an meiner Tür geklingelt und wollten mit mir über Gott reden. Da ich nicht jedes Mal die Zeit – und vor allem die Muße – dazu habe, zu erklären, dass und warum ich Atheist bin (“Gott sei Dank” wähle ich gerne als witzigen und auflockernden Zusatz), habe ich mir ein überschaubares, aber effektives Repertoire an “Abwimmel-Sprüchen” aufgebaut. Nun bin ich aber nicht immer geistesgegenwärtig und muss ab und an auf mein (begrenztes) Improvisationstalent zurückgreifen.

Als ich etwa 15 war, sah das noch so aus: An einem Samstagmittag klingelten die dreisten Hirnwäscher mich aus dem Bett. Völlig verkatert und mit zerzauster Mähne (damals hatte ich langes Haar, wie es sich eben für einen Metaller gehörte) öffnete ich völlig verdattert die Tür. “Wir möchten mit Ihnen über Gott sprechen”, brachte eine Dame ihr Mantra überraschend frisch herüber. Ich bemerkte unsere Katze, die gelangweilt zwischen meinen Füßen umherstreifte, und reagierte – als hätte der Allmächtige es mir in den Mund gelegt – mit: “Tut mir Leid, ich muss erst die Katze opfern.” Es gab zwei Mal einen lauten Knall: ein Mal als die Kinnladen der Zeugen heruntersauste und als ich die Tür mit finsterer Mine vor ihren Augen ins Schloss schmiss. Meinen kleinen Auftritt untermauerte passenderweise ein “Marduk”-Shirt, auf dem sich eine Nonne genüsslich ein Kruzifix zwischen die Schenkel schiebt.

In den vergangenen Jahren habe ich Mormonen, Zeugen, Scientologen etc. immer wieder mit einem höflichen – aber nie freundlichen – “nein, danke” abgespeist und schnell die Türe geschlossen. Das war ähnlich wirksam wie gegen GEZ-Mitarbeiter. Vor Kurzem gab es eine erneute Begegnung mit den Zeugen, auf die ich aber nicht vorbereitet war. Nichtsahnend ging ich im Home Office meiner Arbeit nach, bis die Weiterlesen

Nur Gott Kann Mich Richten

gottDeutschland 2018

Regie: Özgür Yildirim

Darsteller: Moritz Bleibtreu, Kida Ramadan, Edin Hasanovic…

Story: Ricky (Moritz Bleibtreu) hat vor fünf Jahren nach einem misslungenen Überfall seinen Kopf hingehalten für seinen Halbbruder Rafael (Edin Hasanovic) sowie für seinen guten Freund Latif (Kida Khodr Ramadan). Frisch aus dem Gefängnis soll Ricky für seine lange Leidenszeit hinter Gittern entschädigt werden: Latif bietet ihm einen letzten und vermeintlich todsicheren Coup an, der allen Beteiligten viel Geld einbringen soll. Ricky zögert zunächst, willigt dann jedoch ein und holt sogar Rafael wieder mit ins Boot. Bei ihrem letzten Ding scheint zunächst alles gut zu laufen, doch dann taucht die Polizistin Diana (Birgit Minichmayr) auf und durchkreuzt den Ausstiegsplan der Jungs. Es entbrennt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, das alle in den Abgrund reißen könnte…

Kritik: Jenseits der funkelnden Wolkenkratzer der Frankfurter Skyline zeichnet Regisseur und Drehbuchautor Özgür Yildirim ein extrem düsteres, kompromisslos-brutales und nahezu hoffnungsloses Drama in der Main-Metropole. Hier ist ein Menschenleben wenig bis nichts wert, Drogen und das Wort der Straße umso mehr – und bleihaltige Argumente. Yildirim pickt sich die Rosinen aus den vergangenen 40 Jahren Gangster-Film heraus und Weiterlesen

Night Of The Virgin / El Noche Del Virgen – Blu-Ray/Mediabook-Kritik

night-virginSpanien 2017

Regie: Roberto San Sebastián

Darsteller: Javier Bódalo, Miriam Martín, Rocío Suárez…

Story: Nico (Javier Bódalo) ist unbeholfen und hat ein Übergebiss – so ganz entspricht er der klassischen Vorstellung eines Frauenhelden also nicht. Da verwundert es auch nicht, dass er noch eine Jungfrau ist, obwohl er schon lange über 20 Jahre alt ist. Trotzdem gibt er sich entschlossen und holt sich eine Abfuhr nach der anderen ab. Aber heute, in dieser Silvesternacht, soll sich alles ändern und Nico seine Unschuld verlieren. Und tatsächlich trifft er zu später Stunde auf die deutlich ältere Medea (Miriam Martín), die ihn prompt zu sich nach Hause nimmt. Dort soll es endlich passieren – das erste Mal Sex! In seiner Geilheit übersieht Nico aber zahlreiche Warnsignale: Kakerlaken in der Bude? Egal! Eine versiffte Küche und ein Kelch voller Blut? Was tut man(n) nicht alles für ein wenig körperliche Intimität. Schon bald muss Nico feststellen, dass weit mehr auf dem Spiel steht, als nur seine Jungfräulichkeit…

Kritik: Was macht manch ein junger Mann nicht alles, um seine Unschuld zu verlieren? Zum Beispiel folgt er – wie in „El Noche del Virgen“ – einer (G)MILF in ihre versiffte Wohnung, in der Hoffnung endlich einen Stich zu landen. Loser Nico, der weder sonderlich erfahren noch clever ist, stellt sich dort aber saudämlich an und taumelt in ein sexuelles Hexenritual, das allerlei Körperflüssigkeiten von ihm verlangt und Körperöffnungen Weiterlesen

STAR WARS: The Last Jedi / Die Letzten Jedi (Spoiler!)

jediUSA 2017

Regie: Rian Johnson

Darsteller: Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Adam Driver, Mark Hamill, Carrie Fisher, Laura Dern, Andy Serkis, Kelly Marie Tran, Domhnall Gleeson…

Story: Die planetenvernichtende Starkiller-Basis der Ersten Ordnung ist zwar zerstört, die Neue Republik nach der vorherigen Zerstörung von fünf Welten jedoch erheblich geschwächt. Sie steht am Abgrund und wird nur noch von Generalin Leias (Carrie Fisher) Widerstand verteidigt, für den auch Pilot Poe Dameron (Oscar Isaac) und der desertierte Ex-Sturmtruppler Finn (John Boyega) kämpfen. Rey (Daisy Ridley), mit den Erfahrungen ihres ersten großen Abenteuers in den Knochen, geht unterdessen bei Luke Skywalker (Mark Hamill) auf dem Inselplaneten Ahch-To in die Lehre. Luke ist der letzte Jedi, der letzte Vertreter des Ordens, auf dem die Hoffnung ruht, dass Frieden in der Galaxis einkehrt. Doch die Erste Ordnung wirft ihren Schatten auch auf Luke und Rey: Der verlorene, ehemalige Schützling des alten Meisters, Kylo Ren (Adam Driver), hat die finstere Mission noch längst nicht beendet, die ihm der sinistere Strippenzieher Snoke (Andy Serkis) auftrug…

Kritik: Alle Jahre wieder… tischt uns Disney einen weiteren Gang seines umfangreichen Star Wars-Menüs auf. Und wir schaufeln uns den inzwischen nährstoffarmen Brei rein, kaufen neben den Kino-Tickets und Lego auch Tassen, Sammel-Editionen, (Sex-)Spielzeug und Kuscheltiere von Figuren, die ja ach sooo niedlich sind. Satt wird davon niemand; nicht Disney, und auch nicht der Konsument, der frei nach dem Motto „all you can eat“ agiert und willentlich das Sättigungsgefühl unterdrückt, bis ihm/ihr schlecht wird. Bei allem Zynismus und aller Kritik, kann ich die Faszination für das Star Wars-Universum (etwa bei meinem zehnjährigen Neffen) durchaus nachvollziehen: ich war auch mal in seinem Alter und habe mich gerne in (damals noch) George Lucas‘ Welt entführen lassen, ebenfalls Spielzeug gekauft, und sah mir seine Weltraum-Märchen (bitte nennt es nicht Science-Fiction! – das war es nie und ist es nicht) völlig unanalytisch an. Auch wenn ein guter Freund von mir meint, ihm sei der Hype egal, er nehme jetzt alles mit und freut sich über jeden Star Wars-Merch-Artikel, fällt meine (Vor)Freude über die Teile der aktuellen Trilogie – und den gefühlten 53 Spin-Offs, die da noch kommen sollen – wesentlich verhaltener aus. Weiterlesen