Frohes Neues! Und so…

Ein verspätetes frohes Neues an alle. Meine schriftlichen Reviews finden derzeit hauptsächlich den Weg in die Deadline (deadline-magazin.de) und die Video-Reviews mache ich weiterhin mit Peter als “Filmfressen“. Daher ist es etwas still geworden, was aber nicht heißt, dass ich untätig bin.

Zudem bin ich weiter als Musiker Der Manu unterwegs und habe vor kurzem mein erstes Solo-Album veröffentlicht.

Hier sind unsere High- und Low-Lights des Filmjahres 2016 (Teil 1). Viel Spaß!

Rogue One: A Star Wars Story

rogueoneUSA 2016

Regie: Gareth Edwards

Darsteller: Felicity Jones, Diego luna, Ben Mendelsohn, Donnie Yen, Mads Mikkelsen, Riz Ahmed, Forest Whitaker

Story: Jyn Erso (Felicity Jones) wird von den Rebellen angeheuert, um sie im Kampf gegen das Imperium zu unterstützen. Denn ihr Vater Galen Erso (Mads Mikkelsen) ist maßgeblich daran beteiligt, die neue Superwaffe des Imperiums – den Todesstern – zu bauen, weshalb sein Insiderwissen und Jyns Verbindung zu ihm wertvoll sind. Gemeinsam mit dem Agenten Captain Cassian Andor (Diego Luna) und dem umprogrammierten Ex-Imperiumsdroiden K-2SO (Alan Tudyk) zieht Jyn los, um die Pläne für den Todesstern zu finden und so die Schwachstelle der Riesenwaffe zu entlarven. Währenddessen will der imperiale Militärdirektor Krennic (Ben Mendelsohn) sein Herzensprojekt Todesstern schnellst möglich einsatzbereit bekommen.

Kritik: Meine Meinung zu “Star Wars: The Force Awakens” könnt Ihr hier nochmal nachlesen. Damals war ich noch ganz vom Kino-Erlebnis geflasht, während mich inzwischen die zahlreichen Anspielungen sowie die erzwungene Nähe zum Original doch mehr stören als noch vor einem Jahr. Dennoch ist es ein toller “Star Wars”-Film, Abrams musste offenbar erstmal alle beruhigen. “Rogue One: A Star Wars Origin” ist jetzt der erste Teil der Anthology-Reihe der Star Wars-Saga. Es sollte ja “nur ein Spin-Off” sein. Es soll andere Wege beschreiten als die “Star Wars”-Filme. Und doch hat “Rogue One” viele Gemeinsamkeiten mit seinen (fast überlebens)großen Brüdern.

Star WARS

Der Film von Gareth Edwards (“Monsters”, “Godzilla”) erzählt zwar “nur” die Vorgeschichte zu “Episode IV: A New Hope” und den weiteren Teilen, ist aber mindestens – wenn nicht sogar mehr – “Star Wars” als Episode I bis III. So nah wie J.J. Abrams mit “Star Wars: The Force Awakens” an “A New Hope” dran ist, ist Edwards dann doch nicht an “The Empire Strikes Back” – meinem persönlichen Lieblings-Teil des Franchises – dran. Weiterlesen

Der Manu – Video-Clip zu #Adolf Hipster

Wie einige von euch bereits wissen, mache ich unter dem Namen “Der Manu” als Singer-Songwriter Musik und die Bühnen der Republik unsicher. Vergangene Woche habe ich mein erstes Musik-Video zu dem Song “#Adolf Hipster” veröffentlicht.

Viel Spaß dabei! :-)

Doctor Strange

doctor-strangeUSA 2016

Regie: Scott Derrickson

Darsteller: Bendict Cumberbatch, Tilda Swinton, Mads Mikkelsen, Rachel McAdams, Chiwetel Ejiofor….

Story: Doctor Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist ein arroganter, jedoch gleichzeitig unglaublich talentierter Neurochirurg. Nach einem schweren Autounfall kann er seinen Beruf trotz mehrerer Operationen und Therapien nicht mehr ausüben. In seiner Verzweiflung wendet er sich schließlich von der Schulmedizin ab und reist nach Tibet, wo er bei der Einsiedlerin The Ancient One (Tilda Swinton) und ihrer Glaubensgemeinschaft lernt, sein verletztes Ego hinten anzustellen und in die Geheimnisse einer verborgenen mystischen Welt voller alternativer Dimensionen eingeführt wird. So entwickelt sich Doctor Strange nach und nach zu einem der mächtigsten Magier der Welt. Doch schon bald muss er seine neugewonnenen mystischen Kräfte nutzen, um die Welt vor einer Bedrohung aus einer anderen Dimension zu beschützen.

Kritik: “Doctor Strange” gehört – besonders in unseren Breitengraden – nicht zu den bekanntesten oder beliebtesten Figuren aus dem Marvel-Universum. Zeit also, den “Doktor” ordentlich einzuführen. Und das kann Marvel/Disney durchaus, wie es das Studio mit diversen Regisseuren, Stilen und Figuren schon bewiesen hat. Ich sage nur: Iron Man, Guardians Of The Galaxy, Thor oder auch “kleinere” Character wie Ant-Man (pun intended). Ausnahmen wie Captain America bestätigen zwar die Regel, dafür rockt die Figur in den bisherigen Avengers-Filmen sowie in den Sequels. “Doctor Strange” weist besonders am Anfang (über)deutliche Parallelen zu Iron Man auf: ein arroganter, unsympathischer Egozentriker, der unbestritten zur Elite in seinem Job gehört, wird durch einen Umstand gezwungen, wieder von unten anzufangen und entwickelt sich neu, um sich fortan nicht mehr nur um sich selbst zu kümmern. Zu guter Letzt, ist er auch noch fähig die Welt zu beschützen/retten. So weit, so bekannt. Das mag man als überraschungsarm kritisieren, aber es wäre nicht das Marvel-Cinematic-Universe (MCU), wenn der Film nicht einfach nur unterhalten und rocken würde. Mit Weiterlesen

Billige Tricks und Innovationsmangel: Der Auftakt zur 7. Staffel „The Walking Dead“

Zum Finale der 6. Staffel von „The Walking Dead“ (TWD) habe ich mich ja bereits an dieser Stelle über die billigen Tricks der Schreiber ausgelassen, und wie ich in dem Zusammenhang einen immer immanenteren Qualitätsverlust der Serie – speziell im Vergleich zur Vorlage – beobachte. Konnte denn nun der Auftakt der 7. Staffel versöhnen? Nein. Nein, nein, nein, nein. Derselbe Mangel an Kreativität setzt sich fort und die Macher haben das eigentliche Ziel – eine spannende und interessante Geschichte zu erzählen – weitestgehend aus den Augen verloren. Weil sie sich mit ihren Nebelkerzen offenbar selbst geblendet haben.

Massive SPOILERS ahead! – you have been warned. Weiterlesen

Fantasy Filmfest 2016

Auch dieses Jahr war ich mit meinem Kollegen Peter Wichtig beim Fantasy Filmfest in Köln unterwegs. Leider haben wir dieses Mal ´nicht ganz so viele Filme gucken können, dafür aber einige ziemlich gute. Unter anderem besprechen wir “Swiss Army Man”, “Train To Busan”, “Imperium” und “The Similiars”.

Filmfressen – Videoreviews auf YouTube

Der ein oder andere weiß es ja bestimmt schon länger: Ich habe auch einen YouTube-Kanal namens Filmfressen, auf dem ich mit meinem geschätzten Kollegen und Freund Peter Wichtig Film-Reviews in Video-Form anbiete. Wir freuen uns über jeden Abonnenten und haben mit der neuen Folge, in der wir “Don’t Breathe” von Fede Alvarez besprechen, endlich ordentlichen Ton und sind frisch aus der Sommerpause wieder da.

Gebt der Sache doch mal eine Chance, wenn es hier weniger Reviews gibt, dann habe ich die letzten Filme wahrscheinlich in Video-Form alleine oder mit Peterchen besprochen.

Viel Spaß dabei!

We Are The Flesh (Tenemos La Carne)

wearethefleshMexiko/Frankreich 2015

Regisseur: Emiliano Rocha Minter

Darsteller: Noé Hernández, María Evoli, Diego Gamalie

Story: Einsiedler Mariano besetzt eines der letzten unzerstörten Gebäude in einer völlig kaputten Welt. Lucio und Fauna, beide jünger und weniger ranzig, wollen bei ihm Unterschlupf suchen. Er wird ihnen gewährt, wenn sie sich Marianos Bedingungen fügen. Aus seinen Augen sprüht der nackte Irrsinn. Sie willigen ein.

Kritik: “We Are The Flesh” (der etwas unglücklich aus “Tenemos La Carne” – “Wir Haben Das Fleisch” – übersetzt wurde) mutet zunächst etwas surreal und arthousig an, und es werden Parallen zu Regisseurin wie Quentin Dupieux (“Wrong”, “Reality”) oder Koen Mortier (“Ex-Drummer”, “22. Mai”) immanent. Das ist bestimmt nicht ganz verkehrt, allerdings hat Regisseur Emiliano Rocha Minter hier noch etwas mehr zu bieten: Es geht wirklich um Inhalt, der deutlich über dem in diesem Kontext gern behaupteten Mindfuck steht. Der Film stellt Fragen – und gibt auch ein paar Antworten. Die sind sicher diskutabel, aber darum geht es ja. Dieses Regiedebüt ist keine Unterhaltung Weiterlesen

Netflix-Serie „Stranger Things“ – Overhyped oder Volltreffer?

stranger thingsUSA 2016

Creators: Matt und Ross Duffer

Darsteller: Winona Ryder David Harbour, Finn Wolfhard…

Vorwort: Es ist inzwischen eine neue Generation an Serienjunkies herangewachsen. Für diese ist „Breaking Bad“ das Maß aller Dinge – während sie „The Sopranos“ oder „The Wire“ meist nur vom Hörensagen sagen kennen. Oder – im schlimmeren Fall – sie nicht kennen, oder im schlimmsten Fall diese zu langweilig finden. Dieser Aussage liegt zwar keine offizielle Statistik zugrunde, jedoch eigene Erfahrung. Mittlerweile ist auch in Deutschland ein wahrer Serientrend nicht mehr zu verneinen – unter anderem ist seit mehr als einem Jahr Netflix auch in Deutschland erhältlich, und erfolgreich. Gefühlt im Minutentakt gibt es staffelweise neue Serien zu gucken, und in eben diesem Tempo sind auch Aussagen zu lesen/hören wie: „XY musst Du Dir angucken“, „XY musst Du Dir unbedingt angucken, ist die beste Serie“ etc. Ich komme meiner persönlich erstellten „To-Watch-Liste“ kaum noch hinterher, und die Zeit, eine Serie wirklich mal zu genießen wird immer spärlicher. Es kommt mir ab und an so vor, als hakte ich einige Serien nur noch ab. Hauptsache gesehen, Hauptsache etwas dazu sagen/schreiben können.

Kritik: Mit reichlichen Vorschusslorbeeren startete vor einigen Wochen dann die von Netflix produzierte Serie „Stranger Things“. Freunde, Bekannte, das Internet – alle drehten durch und waren voller Lob. Vergleiche mit Steven Spielberg („E.T.“ und „Close Encounters of the Third Kind“) und Stephen King („Stand By Me“) wurden angestellt und der 1980er Stil (meine Kindheit) sei jederzeit fühlbar. Mit solch hohen Erwartungen kann man doch nur auf die Schnauze fallen. Wie soll diese Serie – gerade bei mir als Berufs-Skeptiker – das alles erfüllen können? Weiterlesen