Kino-Kritik: Escape Plan

USA 2013

Regie: Mikael Håfström

Darsteller: Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Jim Caviezel, Sam Neill, Vinnie Jones…

Story: Ray Breslin (Stallone) ist ein auf den Ausbruch aus Gefängnissen spezialisierter Sicherheitsexperte. Er soll eine als ausbruchsicher geltende Prototyp-Einrichtung testen und wird dazu selbst darin eingesperrt. Im Gefängnis stellt er jedoch fest, dass dies eine Falle war, um ihn selbst einzusperren. Mit Hilfe des Inhaftierten Emil (Schwarzenegger) plant er daraufhin einen Ausbruch.

Kritik: Was für ein Trailer, was für ein Cast, was für Möglichkeiten. Warum “Escape Plan” dennoch nicht das (Retro)Action-Highlight ist, versuche ich in den nächsten Zeilen aufzubröseln. Ich stehe auf Gefängnis- und auch auf old-school Actionthriller, aber hier kommt – bis auf dem kurzen Anfangssegment – kaum richtige “Gefängnisstimmung” auf. Auf allzu gängige Klischess wird zwar glücklicherweise verzichtet, etwas brandneues gibt es (bis auf den Aufenthaltsort des Gefängnisses) aber auch nicht zu sehen.

Zur (Actionfilm)Logik: Ganz schön naiv, dass sich Breslin auf so einen Deal einlässt, der ihm keinerlei Sicherheit bietet. Dieses Ego macht ihn dann doch eher etwas unsympatisch, auch wenn es die Hintergrundgeschichte mit seiner Familie gibt. Dafür, dass er das große Mastermind ist, das aus jedem Gefängnis ausbrechen kann, ist auf verdammt viel Zuarbeit von Kollegen und Zufälle angewiesen. Darunter leidet stellenweise etwas die Spannung. Alles scheint etwas zu einfach. Nahezu jeder Plan funktioniert und Wachen sowie Direktor fallen gerne mal öfter auf die gleichen Tricks rein. Abgesehen von Stallone und Schwarzenegger wurden die anderen bekannteren Darsteller wie Sam Neill, Vinnie Jones oder Vincent D’Onofrio zu Nebenschauspieler degradiert. Jones darf als einziger Gefängniswärter die meiste Zeit unmaskiert rumlaufen (hallo Screentime!), sonst wäre er den Deal wohl nicht eingegangen. Curtis “50 Cent” Jacksons Dialoge bestehen zu 80% aus dem Wort “motherfucker”, dass er in seinen vorbildlich gestutzten Bart murmelt.

Das klingt so als wäre “Escape Plan” ziemlich schlecht, doch das ist er nicht. Er weiß durchaus zu unterhalten, ist teils spannend, auch mal lustig sowie (besonders im Showdown) reich an Action. Gut ist, dass “Escape Plan” nicht durchweg auf Action setzt. Im Mittelteil wird viel geplant und jeder scheint jeden auszuspielen bzw. ausspielen zu wollen. Man merkt Sly und Arnie das Alter mittlerweile leider an, gleichzeitig aber auch ihre Spielfreude. Und auch wenn sich Arnies Overacting auf Deutsch noch deutlicher herauskristallisiert, bekommt jeder (1980er)Action-Fan ein feuchtes Höschen, wenn er im Finale die Minigun vom Heli abnimmt und erstmal eine Welle Gegner wegpustet.

Manu meint: Für das Versprochene letztlich doch etwas zu action- und spannungsarm sowie zu vorhersehbar. Bleiben noch 5,5/10

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