Fantasy Filmfest 2014 – 15: Cold In July

USA / Frankreich 2014

Regie: Jim Mickle

Darsteller: Michael C. Hall, Don Johnson, Sam Shepard, Vinessa Shaw, Nick Damici

Inhalt und Trailer

Kritik: Richard überrascht eines nachts im Haus einen Einbrecher und erschießt ihn in Notwehr. Der Polizei zufolge ist das alles kein Problem, denn der Gauner war eh ein hoffnungsloser Fall, dessen einziger Verwandter – sein Vater – ebenfalls den größten Teil seines Lebens im Knast verbracht hat. Als der Vater allerdings pünktlich zur Beerdigung seines Sohnes aus dem Gefängnis kommt, beginnen die Probleme für Richard erst richtig. Zudem sieht der Mann, den Richard erschossen hat, nicht ansatzweise aus, wie der Mann auf dem Fahndungsfoto, der es laut Polizei sein soll. Im ersten Drittel läuft “Cold In July” noch ganz straight nach der “Kap der Angst”-Formel und es kommt das Gefühl auf, das alles bereits irgendwo schon mal gesehen zu haben – bis dann ein ziemlich unvorhersehbarer, aber logisch konsequenter Twist zunächst alles auf den Kopf stellt. Richard macht mit den vermeintlichen Feinden gemeinsame Sache und stellt sich Pistolen/Gewehr-schwingend “gegen” das Gesetz, um eine Reihe brutaler und perverser Verbrechen aufzuklären und zu rächen. Michael C. Hall, Sam Shepard und Don Johnson (sehr kultiger Auftritt!) sind dabei das Trio-Infernale der Revenge-Thriller und einfach nur mehr als sympathisch, wenn sie das Gesetz in ihre eigenen Hände nehmen. Wer mit dieser Art von Selbstjustiz kein Problem hat, wird ordentlich unterhalten und auch über ein paar wenige Längen zwischendurch getrost hinwegkommen.

Manu meint: Kein typischer Festival-Film, aber ein Crime-Thriller, der mit Top-Besetzung an den Eiern packt und nicht zu actionlastig daherkommt, was ihm gut steht. Leider nicht immer ganz so überraschend und überragend, wie angekündigt, aber dafür kann der Film ja recht wenig. 7,5/10

Anekdote zum Schluss: Vor dem Film gab es – wie so häufig beim FFF – eine Verlosung. Eine der Fragen: “Wodurch wurde Michael C. Hall berühmt?” Nachdem eine Menge Leute “Dexter!” reingerufen haben und das auch noch als richtig durchging, dachte ich mir nur leise… “Six Feet Under”. Natürlich ist “Dexter” nicht falsch, ich finde meine Antwort nur etwas eleganter…

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