WE ARE WOLF – Oklahoma

We-Are-Wolf-Oklahoma-300x300WE ARE WOLF – Oklahoma (2015)

Tracklist:

01. Awake
02. Execute
03. Voice Of The Undead
04. The Void
05. Legacy Of Crown
06. Bearer Of The Curse
07. Left Into Madness
08. Helltropolis
09. Pearl Of Beauty
10. Lost Frequency

Vorgeplänkel: Aus der Schülerband Eat Unda Table (Metalcore) formierte sich 2008 We Are Wolf – und fortan stand Melodic Death Metal auf dem Speiseplan der Wölfe. Nach dem eher durchwachsenen Album „Aeons“ schlugen die Metal-Enthusiasten auf ihrer Free-Online-EP „Masquerader“ mit neuem Personal an Bord in eine vielfältigere Kerbe. Noch brachialer und abwechslungsreicher, aber durchschlagskräftiger gehen die fünf „Jungs“ seit dem ans Werk, und das setzt sich auch beim neusten Streich fort…

Kritik: „Oklahoma“ beinhaltet alles, warum ich Metal höre: intensive Musik zum Bewegen, Abgehen, Screams, Growls, Clean Vocals, verspielte Gitarren sowie brutale Breakdowns, tightes, virtuoses Drumming und Blast-Parts – einfach pure Energie, die mächtig Arsch tritt. Dabei ist es nicht immer leicht, Strophen/Refrain-Muster zu erkennen, denn neben teilweise vertrackten Rhythmen, füllen auch die Klampfen den Raum ordentlich mit Noten. Doch das tut dem Spaß keinen Abbruch, es wird nicht zu frickelig. Die Songs stehen sich und dem Hörer nie im Weg, zudem bieten die ab und an eingestreuten Clean Parts (bei Legacy Of Crowns darf von Annisokay sein Engelskehlchen bemühen). Trotz der Dauerbearbeitung von Saiten und Fellen, vergisst We Are Wolf den Groove nicht, was durch die Produktion gestützt wird, die im Vergleich zu vielen anderen modernen Bands glücklicherweise nicht so steril/überproduziert ist. Abgerundet wird die Scheibe durch ein fantastisches Design des Künstlers Moody Design – ich empfehle den Rudeltieren, das Cover als Shirt-Design zu bringen… ;-)
Viele Rezensenten geben Anspieltipps, doch ich möchte an dieser Stelle lieber mal dazu aufrufen, sich ein Album (in diesem Fall besonders „Oklahoma“) in seiner physischen Form zu kaufen, das Artwork zu genießen, zu „fühlen“, das Booklet mit den Texten zur Hand zu nehmen und ein komplettes Album am Stück zu hören. Bei der Reihenfolge der Songs hat man sich ja schließlich etwas gedacht. Sicherlich sind die „Single/Video-Auskopplungen“ Awake und Legacy Of Crowns die potentiellen Hits. Doch ohne sie könnte man das etwas sperrige, weil vertrackte, „Pearl Of Beauty“ in seiner Abgefahrenheit und seinem ganzen Wahnsinn (durchaus positiv gemeint!) nicht wertschätzen. Und genau das sollte man dieses Album: wertschätzen. Die fünf Wölfe aus dem Rheinland (Köln/Bonn) sind auf keinen Trend-Train aufgesprungen, sondern liefern ihre eigene Interpretation ihrer Lieblingsmusikrichtungen, quasi ein Best-Of aus Death Metal, Metal-Core und Djent. Und das macht einfach Spaß, bricht Nacken und animiert zum Abgehen. Auch wer jetzt ob der genannten Musikrichtungen oder derer Kombination genervt oder enttäuscht den Kopf schüttelt, sollte sich dieses Stück Musik zu Gemüte führen. Es lohnt sich. Besonders für diejenigen, die Metal schon abgeschrieben haben.
Manu meint: Die Essenz aus dem Besten, was Metal zu bieten hat. Pure Energie! 10/10

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