FFF-Mini-Review: UNDER THE SILVER LAKE

underthesilverlakeUSA 2018

Regie: David Robert Mitchell

Darsteller: Andrew Garfield, Riley Keough, Topher Grace, Callie Hernandez, Don McManus

Story: Der 33-jährige Sam (Andrew Garfield) entdeckt einen Nachts eine mysteriöse junge Frau namens Sarah (Riley Keough) im Swimmingpool der Apartmentanlage, in der er wohnt, und kommt mit ihr ins Gespräch. Nach einer gemeinsam verbrachten Nacht ist Sarah jedoch plötzlich verschwunden. Sam ist am Boden zerstört, glaubt jedoch, dass Sarah ihm eine Reihe von Spuren und Hinweisen hinterlassen hat. So beginnt eine skurrile Odyssee durch Los Angeles…

Kritik: Mit IT FOLLOWS (2014) hat David Robert Mitchell einen Film geliefert, dessen Reputation zwar weitaus besser ist, als ich den Film einschätze, aber dennoch einen sehr guten Beitrag im Horror-Genre darstellt. Seine zweite Regiearbeit bestreitet einen völlig neuen Weg, und ich kann nur sagen: Wow, was für ein Film! 

UNDER THE SILVER LAKE ist nicht nur ein Liebesbrief an die Stadt Los Angeles und deren Vibe sowie an die Filme Hollywoods – bevorzugt aus den 1950er und 60er Jahren. Die Hommagen an Alfred Hitchcock sowie an weitere Streifen aus der Zeit sind überdeutlich zu erkennen, nicht nur wegen der musikalischen Untermalung. Der Film ist komplex und vielschichtig, dabei aber auch zum Großteil spannend, fast immer schräg und Mindfuck, aber durchweg brillant inszeniert und gespielt – Andrew Garfield!

Mitchell liefert nicht alle Antworten auf die aufgeworfen Fragen, und das braucht er auch nicht. Die Suche nach der einen Frau, die ständig durch unbedeutenden Sex mit anderen unterbrochen wird, wandelt sich im Laufe der Spielzeit in eine Suche nach wesentlich bedeutenderen Fragen. Mit diesem kongenialen Mix aus Mystery-Liebes-Thriller-Mindfuck, der mal lustig, dann sentimental, dramatisch oder bizarr ist, schafft der Regisseur es (scheinbar leichtfüßig) auf die nächste Sprosse der Karriereleiter und setzt genau auf die richtige Art Film. UNDER THE SILVER LAKE ist für Mitchell nach IT FOLLOWS so wichtig, wie I’M A CYBORG BUT THAT’S OK für Park Chan Wook nach der Vengeance-Trilogie (SYMPATHY FOR MR. VENGEANCE, LADY VENGEANCE und OLDBOY) war.

Manu meint: Mehr als Hommage an L.A. und Hitchcock, eine Ode ans Kino, dabei aufreibend, merkwürdig und wunderschön. 9/10

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