Billige Tricks und Innovationsmangel: Der Auftakt zur 7. Staffel „The Walking Dead“

Zum Finale der 6. Staffel von „The Walking Dead“ (TWD) habe ich mich ja bereits an dieser Stelle über die billigen Tricks der Schreiber ausgelassen, und wie ich in dem Zusammenhang einen immer immanenteren Qualitätsverlust der Serie – speziell im Vergleich zur Vorlage – beobachte. Konnte denn nun der Auftakt der 7. Staffel versöhnen? Nein. Nein, nein, nein, nein. Derselbe Mangel an Kreativität setzt sich fort und die Macher haben das eigentliche Ziel – eine spannende und interessante Geschichte zu erzählen – weitestgehend aus den Augen verloren. Weil sie sich mit ihren Nebelkerzen offenbar selbst geblendet haben.

Massive SPOILERS ahead! – you have been warned. Weiterlesen

Netflix-Serie „Stranger Things“ – Overhyped oder Volltreffer?

stranger thingsUSA 2016

Creators: Matt und Ross Duffer

Darsteller: Winona Ryder David Harbour, Finn Wolfhard…

Vorwort: Es ist inzwischen eine neue Generation an Serienjunkies herangewachsen. Für diese ist „Breaking Bad“ das Maß aller Dinge – während sie „The Sopranos“ oder „The Wire“ meist nur vom Hörensagen sagen kennen. Oder – im schlimmeren Fall – sie nicht kennen, oder im schlimmsten Fall diese zu langweilig finden. Dieser Aussage liegt zwar keine offizielle Statistik zugrunde, jedoch eigene Erfahrung. Mittlerweile ist auch in Deutschland ein wahrer Serientrend nicht mehr zu verneinen – unter anderem ist seit mehr als einem Jahr Netflix auch in Deutschland erhältlich, und erfolgreich. Gefühlt im Minutentakt gibt es staffelweise neue Serien zu gucken, und in eben diesem Tempo sind auch Aussagen zu lesen/hören wie: „XY musst Du Dir angucken“, „XY musst Du Dir unbedingt angucken, ist die beste Serie“ etc. Ich komme meiner persönlich erstellten „To-Watch-Liste“ kaum noch hinterher, und die Zeit, eine Serie wirklich mal zu genießen wird immer spärlicher. Es kommt mir ab und an so vor, als hakte ich einige Serien nur noch ab. Hauptsache gesehen, Hauptsache etwas dazu sagen/schreiben können.

Kritik: Mit reichlichen Vorschusslorbeeren startete vor einigen Wochen dann die von Netflix produzierte Serie „Stranger Things“. Freunde, Bekannte, das Internet – alle drehten durch und waren voller Lob. Vergleiche mit Steven Spielberg („E.T.“ und „Close Encounters of the Third Kind“) und Stephen King („Stand By Me“) wurden angestellt und der 1980er Stil (meine Kindheit) sei jederzeit fühlbar. Mit solch hohen Erwartungen kann man doch nur auf die Schnauze fallen. Wie soll diese Serie – gerade bei mir als Berufs-Skeptiker – das alles erfüllen können? Weiterlesen