Kino-Kritik: Only God Forgives

Dänemark, Frankreich, USA 2013

Regie: Nicolas Winding Refn

Darsteller: Ryan Gosling, Vithaya Pansringarm, Kristin Scott Thomas, Tom Burke…

Story: Vor zehn Jahren tötete Julian (Ryan Gosling) seinen Vater, jetzt lebt er in Bangkok im Exil. Vordergründig betreibt er dort zusammen mit seinem Bruder Billy (Tom Burke) einen Thai-Box-Club, der jedoch nur die Fassade für ihre wahre Einnahmequelle aus Drogengeschäften ist, die von ihrer unbarmherzigen, unnahbaren, schönen und erbarmungslosen Mutter Crystal (Kristin Scott Thomas) geleitet werden. Als Billy ein junges Mädchen vergewaltigt und tötet, wird er von Chang (Vithaya Pansringarm), einem mysteriösen Racheengel, der auf den Straßen Bangkoks aufräumen will, umgebracht. Angestachelt von seiner Mutter Crystal, die aus den USA eingeflogen ist und von ihm fordert, blutige Rache an den Mördern ihres Sohnes zu nehmen, macht sich Julian auf die Suche nach dem gefürchteten “Angel of Vengeance”.

Kritik: Ich habe nach den ersten beiden Trailern befürchtet, dass Regisseur Nicolas Winding Refn – von dem ich ein Fan bin – den Fehler begeht, sich selbst (und damit hauptsächlich den für ihn sehr mainstreamigen “Drive”) zu kopieren. Ich kann es vorweg sagen: Er hat es zum Glück nicht gemacht – einerseits. Denn merkürdigerweise ist es auch gleichzeitig ein Fehler gewesen. Der Däne zerstört die Erwartungen des Mainstreampubilkums von Beginn an – Daumen hoch von mir dafür. Allerdings schafft ert trotz – oder gerade wegen – einiger anderer seiner Markenzeichen nicht, einen umfassend guten Film zu machen. Diese Widersprüche zeigen, dass es schwierig ist, “Only God Forgives” normal zu besprechen.

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