FFF-Mini-Review: HEAVY TRIP

heavy tripFinnland 2018

Regie: Jukka Vidgren, Juuso Laatio

Darsteller: Johannes Holopainen, Minka Kuustonen, Max Ovask…

Story: Der junge Turo vegitiert in einem kleinen finnischen Dorf vor sich hin, wo es das Beste in seinem Leben ist, der Leadsänger der Amateur-Metal-Band “Impaled Rektum” zu sein. Das einzige Problem? Er und seine Bandkollegen üben seit 12 Jahren, ohne einen einzigen Gig zu spielen. Die Jungs bekommen einen Überraschungsbesucher aus Norwegen – den Promoter für ein riesiges Heavy-Metal-Musikfestival – und sind sich sicher, dass jetzt ihre Zeit gekommen ist. Sie stehlen einen Van, eine Leiche und sogar einen neuen Schlagzeuger, um ihre Träume zu verwirklichen.

Kritik: Ich glaube, ich habe soeben den Gewinner des “Fresh Blood”-Awards des diesjährigen Fantasy Filmfests gesehen. Das letzte Mal, dass ich auf dem Festival einen so vollen Saal erlebt habe, in dem kollektiv so gelacht und gefeiert wurde, war bei WHAT WE DO IN THE SHADOWS. Nun finde ich es nicht gerade einfach, eine Komödie zu besprechen, da die Möglichkeiten begrenzt sind, zu beschreiben wie (un)lustig ein Film ist. Ich versuche es dennoch… Weiterlesen

The Nice Guys

April 21, 2016 - The Nice Guys - Poster and cover for the official soundtrack  that will be released by Lakeshore Recors on May 20, 2016USA 2016

Regie: Shane Black

Darsteller: Ryan Gosling, Russell Crowe, Margaret Qualley…

Story: Los Angeles 1977: Der abgehalfterte Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und der raubeinige Jackson Healy (Russell Crowe) sind sich nicht gerade grün, denn Healy wurde schon einmal damit beauftragt, March zu verprügeln. Doch dann müssen sich die beiden für einen lukrativen Auftrag zusammentun, da die Oberste Richterin (Kim Basinger) zuverlässige Männer braucht, die es mit dem Gesetz nicht so genau nehmen. Zusammen sollen sie ihre Tochter Amelia (Margaret Qualley) finden, die in Schwierigkeiten geraten und verschwunden ist. Mit Marchs pubertierender Tochter Holly (Angourie Rice) im Schlepptau begeben sich die beiden auf eine Schnitzeljagd quer durch Los Angeles, bei der sich der wenig kompliziert erscheinenden Fall als eine Multi-Milliarden-Dollar-Verschwörung herausstellt…

Kritik: Mit „The Nice Guys“ lässt Drehbuchautor und Regisseur Shane Black den von Kritikern und Publikum meist ungeliebten „Iron Man 3“ hinter sich und konzentriert sich auf die Stärken seines Regiedebüts „Kiss Kiss Bang Bang“. „Zum Glück“, denkt sich der geneigte Cineast, denn Black ist eine launige, schwarzhumorige und kleine, dreckige Buddy-Action-Komödie gelungen. Im Los Angeles im Jahre 1977 – eine Zeit, in der Weiterlesen

Fantasy Filmfest 2014 – 12: Housebound

Neuseeland 2014

Regie: Gerard Johnstone

Darsteller: Morgana O’Reilly, Rima Te Wiata, Glen-Paul Waru, Cameron Rhodes

Inhalt und Trailer

Kritik: Neuseeland ist nicht nur häufig, sondern auch qualitativ richtig stark auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest vertreten. Nach “What We Do In The Shadows” kommt mit “Housebound” das nächste Festival-Highlight aus dem Kiwi-Land. Dass die erwachsene Tochter nach kriminellen Eskapaden mit Fußfessel wieder zurück in ihr Elternhaus muss, aus dem sie bewusst Jahre zuvor ausgebüchst war, erinnert zunächst an ein Szenario wie in “Das Fenster Zum Hof”. Doch “Housebound” geht ziemlich eigene Wege und das bringt frischen Wind in das Weiterlesen

FFF-Film-Kritik: Black Out

Niederlande 2012

Regie: Arne Toonen

Darsteller: Raymond Thiry, Kim van Kooten, Bas Keijzer, Renee Fokker, Edmond Classen…

Story: Jos Vreewijk (Raymond Thiry) hat mit der Vergangenheit abgeschlossen, sein ehemaliges Verbrecherdasein an den Nagel gehängt, um ein normales Leben zu führen. Schon Morgen sollen für ihn die Hochzeitsglocken leuten und alles scheint letztendlich doch noch gut zu werden. Er ist glücklich, einziges Problem: 24 Stunden vor der Hochzeit zusammen mit einer Leiche , einer Waffe und einem Blackout aufzuwachen, ist mehr als hinderlich. Als ob es nicht schlimmer kommen könnte, wirft ihm die Polizei nun auch noch vor Zwanzig Kilogramm Kokain gestohlen zu haben. Jos muss reine machen und dafür hat er 24 Stunden Zeit, schließlich will er um keinen Preis der Welt, dass seine eigene Hochzeit abgeblasen wird. Nicht nachdem er alles dafür getan hat ein rechtschaffender Mann zu werden.

Kritik: Was für ein Auftakt zum Fantasy Film Fest in Köln dieses Jahr. Ich habe von Black Out im Vorfeld nur die Beschreibung im Programmheft gelesen und dachte mir „klingt interessant, kannste mal versuchen.“ Da ich mit dieser Einstellung auch schon öfter mal wertvolle Lebenszeit verschenkt hatte, lagen meine Erwartungen bei null. Laut Programmheft ist ja jeder Film gut. Aber hier passt es wenigstens mal, wenn es im Vorfeld heißt: „Guy Ritchie, Tarantino und die Coen-Brüder lassen grüßen“. Weiterlesen