Stinkefinger gegen den Stinkefinger – ein offener Brief an Joachim “Jogi” Löw

Lieber Herr Joachim Löw, Ihre Taktik ist nicht aufgegangen: Drei Sechser und kein Stürmer gegen Frankreich im Halbfinale der EM 2016. Kann passieren, kein Ding. Aber die Fehler im Modus zu suchen und andere Teams als schlecht darzustellen (obwohl sie im Finale stehen), ist mindestens so unprofessionell und ärgerlich wie einen Götze als Stürmer spielen zu lassen, oder gar nicht erst einen zweiten Stürmer in den Kader der Fußball-Nationalmannschaft zu berufen.

Man mag mir das als pingelig auslegen, aber ich maße mir (auf dieser meiner Seite) mal an, genau verstanden zu haben, was sie mit Ihrer kleinen Bemerkung im Anschluss an die 0:2 Niederlage gegen Frankreich im Halbfinale der EM 2016 im Gespräch mit dem ZDF gemeint haben. Zur Erinnerung, Löw sagte: „24 Mannschaften sind zu viel, die WM wird auch aufgestockt auf 40 Mannschaften – es wird immer mehr und immer mehr. Am Ende hat es Portugal ins Finale geschafft mit, glaub’ ich, fünf Unentschieden (fünf Remis nach 90 Minuten und 2:0 im Halbfinale gegen Wales, Anm. d. Red.). Und die stehen jetzt im Finale. Hm. Okay.“ (Quelle: focus.de, 08.07.2016) Weiterlesen

FFF 2015: Der Bunker

DER BUNKERDeutschland 2015

Regie: Nikias Chryssos

Darsteller: Pit Bukowski, Daniel Fripan, Oona von Maydell, David Scheller

Story: Ein Studenten (Pit Bukowski) will sich in die Einsamkeit zurückziehen, um in Ruhe seine wissenschaftliche Arbeit über das Higgs-Teilchen zu erstellen. Das führt ihn in ein fensterloses Loch in einem Bunker mitten im Wald, das von einer spießbürgerlichen Familie vermietet wird. Der Hauswirt (David Scheller) dieses Mikrokosmos hält sich selbst für intellektuell und versucht, mit aller Kraft Zucht und Ordnung in diesem „Idyll“ zu etablieren. Indes nährt seine Frau (Oona von Mayxdell) den bereits sehr erwachsen aussehenden Sohn Klaus (Daniel Fripan) noch an ihrer Brust und sucht in schwierigen Zeiten Rat bei Heinrich – einer Wunde an ihrem Unterschenkel. Von Ruhe kann keine Rede sein, wenn diese diversen Welten aufeinander treffen und der Student zu allem Überfluss auch noch Klaus, der einmal Präsident im Weißen Haus werden soll, unterrichten soll.

Kritik: Was Regisseur Nikias Chryssos seinem Protagonisten, dem Studenten, hier antut, ist nicht gerade angenehm. Für den namenlosen Studenten sowie den Zuschauer. Wer sich aber darauf einlässt, darf in eine obskure und bizarre Welt eintauchen, die mit vielschichtiger gesellschaftspolitischer Kritik gespickt ist. „Der Bunker“ fühlt sich an, als hätte man David Lynch, Stanley Kubrick und Dario Argento zum Essen eingeladen und sie Weiterlesen