ZOOMBIES

zoombiesUSA 2016

Regie: Glenn Miller

Darsteller: Kim Nielsen, Ione Butler, Andrew Asper, LaLa Nestor…

Prolog (Trash-Talk): Trash-Filme sind inzwischen hip, mindestens so sehr wie Bärte, enge Jeans und sich mit dem Macbook in den nächstgelegenen Starbucks zu setzen, um dort Selfie-Orgien zu feiern. (Notiz am Rande: selbst die Rechtschreibprüfung des von mir benutzten Programms erkennt das Wort „Selfie“…). Was früher den Nerds und Geeks vorbehalten war, und wofür sie von vielen Seiten verbale schelte bezogen haben, ist mittlerweile absolut im Mainstream angekommen. Dazu zählen Comics, Zombies und eben auch sogenannte Trash-Filme. Hat man sich früher noch mit ein paar Kumpels und Bier vor dem heimischen TV versammelt um die 70er- und 80er-„Perlen“ der lokalen Videothek zu konsumieren, so liefern heute Firmen billig und günstig produzierte Filme (großenteils auch für das TV) am laufenden Band, die sie zudem auch noch ordentlich (als Trash) bewerben. The Asylum hat sich mit Mockbustern und billigen Creature Features ja bereits mit etlichen Produktionen etwa für den SyFy Channel einen Namen gemacht. Was einigen Filmen heutzutage abgeht: manche nehmen sich zu ernst, andere zielen schon im Vorfeld auf ein „Abgekulte“ ab (Sharknado) und verfehlen somit oft ihr eigentliches Ziel: so schlecht zu sein, dass es wieder gut/lustig ist (Beispiel: The Room).

Kritik: Wer auf eine fesselnde Story, Figurenentwicklung, ordentliches Schauspiel sowie beeindruckende Spezialeffekte aus ist, ist bei The Asylum sowieso an der falschen Adresse. Doch die Meister des TV-Mockbuster-Creature-Feature-Trash haben sich in den vergangenen Jahren zu einem unterhaltsamen Lieferanten im Genrebereich gemausert. Nach dem Erfolg der „Sharknado“-Reihe lassen sie bei „Zoombies“ jetzt die Affen aus dem Zoo. Zwar ist auch dieser Beitrag nach allgemeinen Standards kein sauguter Film, er Weiterlesen

Lavalantula – Angriff der Feuerspinnen

Lavalantula-PosterUSA 2015

Regie: Mike Mendez

Darsteller: Steve Guttenberg, Nia Peeples, Patrick Renna, Michael Winslow

Story: Im Vulkangestein Santa Monicas regt sich ein altertümliches Grauen: Lavaspuckende Riesenspinnen mit einem Außenskelett aus Vulkanglas brechen aus den Felsen hervor und suchen Los Angeles heim. Einer der ersten, die mit der todbringenden Gefahr konfrontiert werden, zählt auch der abgehalfterte Action-Held Colton West (Steve Guttenberg): Nachdem er in den 1990er Jahren noch groß im Geschäft war, jüngst aber nur noch Jobs in albernen Monsterfilmen mit billigen Effekten an Land ziehen konnte, bekommt er durch das Erdbeben und die verheerende Folgen der Katastrophe nun die Gelegenheit, sein Fachwissen in der realen Welt unter Beweis zu stellen. Er lässt nichts unversucht, um den Vormarsch der Monster zu verhindern – ärgerlich nur, dass ihm die Leute die Geschichte aufgrund seines Rufes als ehemaliger Filmstar erst glauben, als es schon zu spät ist…

Kritik: Killerspinnen auf die Menschheit loszulassen, die Lava spucken, klingt zwar nicht ganz so verrückt wie „Sharknado“, „Sharktopus“ oder „Zombiber“, aber schon reichlich dämlich. Wenn das dann auch noch vom SyFy Channel kommt, kann man ziemlich schnell von billig produziertem Trash ausgehen. Nimmt allerdings Mike Mendez – dessen trashig, schöner „Big Ass Spider“ bereits ein „gehobeneres“ und vor allem unterhaltsames kleines B-Filmchen war – das Regie-Zepter in die Hand, kann das auch ganz schnell anders Weiterlesen