Kino-Kritik: Jackpot (OT: Arme Riddere)

Norwegen 2011

Regie: Magnus Martens

Darsteller: Kyrre Hellum, Mads Ousdal, Henrik Mestad…

Story: Oscar (Kyrre Hellum) wird in einem mit Blut verschmiertem T-Shirt als einziger Überlebender eines Massakers im Pornoschuppen “Pink Haven” von der Polizei aufgegriffen. Er weiß selbst nicht genau, was passiert ist, beteuert jedoch seine Unschuld. Da er allerdings sowieso vom Pech verfolgt ist und berufsmäßig auch noch Sträflinge beaufsichtigt, steht seine Glaubwürdigkeit in Zweifel. In der Vernehmung beginnt er seine bruchstückhafte Erinnerung zu einem Bild zusammenzufügen. Er erinnert sich an den psychopathischen Billy (Arthur Berning) und dessen Freunde Thor (Mads Ousdal) und Dan (Andreas Cappelen), mit denen er auf ein Fußballspiel gewettet hat. Aufgrund seines Tipps hatten die vier Männer am Ende einen erheblichen Geldbetrag gewonnen, nur wollten sie diesen plötzlich nicht mehr fair verteilen. Um dem langwierigen Prozess von Gerichtsverhandlungen aus dem Weg zu gehen, entschließen sie sich kurzerhand zu einem deutlich schneller Verfahren: Dem Mord an den jeweiligen Rivalen sowie weiteren Mitwissern.

Kritik: Die Inhaltsangabe verspricht “tarantinoeske”-Guy-Ritchie Unterhaltung mit dem Flair von “In China Essen Sie Hunde” und “Blackout“. Und genau das steht auch so in dem Weiterlesen

Kino-Kritik: Django Unchained

USA 2012

Regie: Quentin Tarantino

Darsteller: Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Samuel L. Jackson, Jonah Hill, Don Johnson, James Remar, Zoe Bell u.a.

Story: Der ehemalige Zahnarzt Dr. “King” Schultz (Christoph Waltz) – mittlerweile Kopfgeldjäger – befreit den Sklaven Django (Jamie Foxx), um mit seiner Hilfe drei Banditen zu finden, auf die ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Die beiden ungleichen Männer werden zunächst Freunde, dann Partner. Schultz erklärt sich bereit, Django bei der Suche nach seiner Frau zu helfen, die an den skrupellosen Plantagenbesitzer Candie (Leonardo DiCaprio) verkauft wurde und ein unwürdiges Leben im “Candyland” führt.

Kritik: Eins vorweg: Django Unchained ist – wie von Tarantino gewohnt und erwartet – kein Remake von Django aus dem Jahr 1966. Allerding gibt es hier und da Anspielungen (Titel-Meldoie des Originals direkt am Anfang) sowie den unvermeidlichen Cameo von Original-Django Franco Nero, der ziemlich witzig ist. Schade, dass außer mir anscheinend nur ein anderer im Saal das Original kennt bzw. Nero erkannt hat. Und das ist nicht der einzige Grund, warum ich dem Film Etikettenschwindel vorwerfe. Drei Viertel Weiterlesen

FFF-Film-Kritik: Black Out

Niederlande 2012

Regie: Arne Toonen

Darsteller: Raymond Thiry, Kim van Kooten, Bas Keijzer, Renee Fokker, Edmond Classen…

Story: Jos Vreewijk (Raymond Thiry) hat mit der Vergangenheit abgeschlossen, sein ehemaliges Verbrecherdasein an den Nagel gehängt, um ein normales Leben zu führen. Schon Morgen sollen für ihn die Hochzeitsglocken leuten und alles scheint letztendlich doch noch gut zu werden. Er ist glücklich, einziges Problem: 24 Stunden vor der Hochzeit zusammen mit einer Leiche , einer Waffe und einem Blackout aufzuwachen, ist mehr als hinderlich. Als ob es nicht schlimmer kommen könnte, wirft ihm die Polizei nun auch noch vor Zwanzig Kilogramm Kokain gestohlen zu haben. Jos muss reine machen und dafür hat er 24 Stunden Zeit, schließlich will er um keinen Preis der Welt, dass seine eigene Hochzeit abgeblasen wird. Nicht nachdem er alles dafür getan hat ein rechtschaffender Mann zu werden.

Kritik: Was für ein Auftakt zum Fantasy Film Fest in Köln dieses Jahr. Ich habe von Black Out im Vorfeld nur die Beschreibung im Programmheft gelesen und dachte mir „klingt interessant, kannste mal versuchen.“ Da ich mit dieser Einstellung auch schon öfter mal wertvolle Lebenszeit verschenkt hatte, lagen meine Erwartungen bei null. Laut Programmheft ist ja jeder Film gut. Aber hier passt es wenigstens mal, wenn es im Vorfeld heißt: „Guy Ritchie, Tarantino und die Coen-Brüder lassen grüßen“. Weiterlesen